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Support Vereinsführung - Personalführung

Personalführung

Haben Sie die richtige Person gefunden? Dann begleiten Sie sie bei ihrem Eintritt. Die persönliche Aufnahme im Team, das Gefühl, willkommen zu sein, und die Hilfeleistung bei der Einarbeitung durch den Vorgänger bzw. einen «Götti» wirken sich langfristig positiv aus.

Auf keinen Fall darf das Ehrenamt als Fortsetzung des Berufsalltags verstanden werden. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter. Organisieren Sie Dankeschön-Anlässe, ermöglichen Sie Rabatt bei Sporteinkäufen, Kauf einer Saisonkarte für den Besuch von Fussballspielen, Übernahme von Telefonanschlüssen, Kursgeldern, Kilometerentschädigung und so weiter. Unterstützen Sie Eigenverantwortung, Kreativität und die Umsetzung eigener Ideen. Niemand darf das Gefühl haben, er sei lediglich ein Befehlsempfänger des Vorstandes. Halten Sie deshalb auch alle Entscheidungen innerhalb des Vereins transparent. Und sorgen Sie dafür, dass die Aufgaben einerseits interessant, anderseits zeitlich überschaubar sind.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Vereinsklima. Pflegen Sie es. Toleranz, sozialveranwortliches Handeln, Offenheit, konstruktive Kritik und Begeisterung sind ausschlaggebend. Halten Sie die Hierarchien flach. Bemühen Sie sich, möglichst unbürokratisch zu handeln. Geben Sie Informationen weiter. Je mehr Informationen bekannt sind, desto leichter fällt es den Funktionären, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Legen Sie das Schwergewicht auf eine offene, gesunde Kommunikationskultur. Sie schafft Transparenz, Vertrauen, Klarheit, Zufriedenheit und trägt zur Konfliktlösung bei.

Checkliste / TIPPS für die Personalführung:

So vermeide ich
unerwünschte Austritte

  • Führen Sie die neuen Funktionäre in den Job ein.
     
  • Informieren Sie alle über alles.
     
  • Fördern Sie die Kommunikation unter Funktionären.
     
  • Schaffen Sie Anreize für alle Funktionäre.
     
  • Schenken Sie ihnen Vertrauen.
     
  • Seien Sie fair und ehrlich.
     
  • Drücken Sie sich klar aus und setzen Sie sich klare Ziele.

Bedürfnisebene

  • Beobachten Sie Ihre Funktionäre und finden Sie heraus, welche Bedürfnisse Sie zu erfüllen suchen. Bleiben Sie dabei objektiv und nehmen Sie Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse aus dem Spiel.
     
  • Zeigen Sie ihnen, dass Sie sie als Persönlichkeit wahrnehmen und ernst nehmen.
     
  • Schenken Sie ihnen Vertrauen.
     
  • Seien Sie fair.
     
  • Drücken Sie Ihre Gefühle ehrlich aus und bringen Sie Ihre Funktionäre dazu, dasselbe zu tun.
     
  • Geben Sie Ihren Funktionären die Chance, Ihre Kreativität innerhalb der Möglichkeiten ihrer Arbeit auszuleben.
     
  • Vergleichen Sie nicht zwei Funktionäre miteinander.
     
  • Geben Sie ihnen die Möglichkeit, bei Entscheidungen mitzureden.
     
  • Suchen Sie das Gute und konzentrieren Sie sich nicht auf das Schlechte.
     
  • Behandeln Sie alle Funktionäre gleich.
     
  • Achten Sie Ihren Funktionär, auch wenn er einen Fehler gemacht hat.
     
  • Fordern Sie nicht mehr von Ihren Funktionären, als diese zu leisten imstande sind.
     
  • Geben Sie zu, wenn Sie einen Fehler gemacht haben.
     
  • Legen Sie Ihren Finger nicht auf die Schwächen eines Menschen, sondern betonen Sie seine Stärken.

Führungsebene

  • Vermeiden Sie negative Motivationsmittel wie Angst, Einschüchterung, Drohung, Blossstellung und so weiter. Solche Mittel scheinen zwar auf den ersten Blick wirksam zu sein, denn sie bringen vielleicht kurzfristig Erfolg, doch auf die Dauer sind sie kontraproduktiv. Motivieren Sie durch Freundlichkeit und nicht durch Feindseligkeit.
     
  • Vermeiden Sie Zwang, um den Funktionär zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren. Besser als Zwang ist es, Anreize zu geben oder andere zu überzeugen. Eine Bitte ist oft wirksamer als eine Forderung bzw. ein Befehl.
     
  • Unterdrücken Sie Ihre Funktionäre nicht, sondern fördern Sie sie. Nur wer ernst genommen und gefördert wird, lässt sich auch motivieren.
     
  • Motivieren Sie durch Aussprechen von Anerkennung. Jeder braucht Anerkennung. Oft wird sie zu selten ausgesprochen. Das Motto «Wenn Sie nichts von uns hören, sind wir zufrieden mit Ihren Leistungen» ist nicht der richtige Ansatz zur Motivation.
     
  • Seien Sie bereit, sich für die Mitarbeiter Zeit zu nehmen. Nehmen Sie ihre Ideen, Vorschläge und Probleme ernst.

Kommunikationsebene

  • Drücken Sie sich klar aus und setzen Sie sich eindeutige Ziele. Der Gesprächspartner soll erkennen, wovon Sie eigentlich sprechen. Nur wer genau weiss, was Sie von ihm wollen, kann Ihren Erwartungen entsprechen.
     
  • Einfacher ist besser – dies betrifft sowohl Anweisungen wie auch Ziele.
     
  • Wenn Sie jemanden kritisieren müssen, vergessen Sie nicht, auch positive Eigenschaften zu erwähnen. Eine Kritik soll nicht das Selbstwertgefühl eines Menschen zerstören. Wenn Sie nebst der offenen und ehrlichen Kritik auch Positives erwähnen, so stimmen die Relationen wieder.
     
  • Seien Sie offen für Kritik. Die besten Motivatoren sind jene, die auch ihren Funktionären die Chance geben, begründete Kritik an ihnen zu üben. Wer Kritik austeilt, muss auch bereit sein, Kritik einzustecken. Kritisch ist nicht die Kritik selber, sondern die Art und Weise, wie kritisiert wird. Die Sache soll kritisiert werden und nicht die Person, z.B. mit konstruktiven Vorschlägen, um Funktionären zu helfen, sich an die Vereinbarungen zu halten.
     
  • Anerkennen Sie die Leistungen eines Funktionärs. Dieses Gespräch gibt ihm die nötige Bestätigung, spornt ihn zu weiteren guten Leistungen an und wirkt sich positiv auf das Vereinsklima aus.
     
  • Hören Sie Ihrem Partner aktiv zu. Positive Beispiele: Dem Gesprächspartner wird die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Man versetzt sich in ihn hinein. Klärende und problemlösende Fragen stellen.
     
  • Nur Hören bzw. Hinhören trägt nicht zu einer positiven Kommunikation bei. Negative Beispiele: Man ist abgelenkt. Man ist mit den eigenen Gedanken beschäftigt. Man nimmt zwar auf, was der Gesprächspartner sagt, bemüht sich aber nicht wahrzunehmen, was er wirklich sagen will. Man ist gefühlsmässig unbeteiligt und distanziert.
     
  • Fragen sind in allen Gesprächssituationen sehr wichtig. Dabei geht es nicht darum, den Gesprächspartner zu manipulieren und nur seine eigenen Ziele auf Kosten des Partners zu erreichen. Fragetechniken befähigen dazu, die sinnvolle Entwicklung von Gesprächen gezielt zu fördern. Gute Fragen bringen den Gesprächspartner zum Reden. Sie zeigen ihm Interesse und Wertschätzung, regen zum Mitdenken an und lenken das Gespräch.
     
  • Richtig und wirkungsvoll kommunizieren ist anspruchsvoller, als man denkt, denn: gesagt ist noch nicht gehörtgehört ist noch nicht verstandenverstanden ist noch nicht einverstandeneinverstanden ist noch nicht angewendet.

 

Beispiele einer Kommunikation:

1. Dafür habe ich jetzt keine Zeit.
2. Sie sollten zuerst einmal denken, bevor Sie reden.
3. Das muss nicht gleich heute sein.
4. Das ist doch Schwachsinn.

Reaktionsmöglichkeit mit gezielten Fragestellungen:

1. Wann haben Sie denn Zeit?
2. Was ist Ihnen denn unklar?
3. Wann wollen Sie das Problem denn anpacken?
4. Inwiefern ist das für Sie Schwachsinn?