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Support Vereinsführung - Praktische Tipps

Praktische Tipps

  • Zeigen Sie Ihre Anerkennung durch ein ernst gemeintes Dankeschön (z.B. persönliche Geburtstagskarte oder auf den Funktionär zugeschnittenes kleines Geschenk).
     
  • Pflegen Sie den persönlichen Kontakt mit den Funktionären.
     
  • Motivieren Sie Ihre Funktionäre. Ehren Sie langjährige Vereinsmitglieder oder solche, die in den letzten Jahren ausserordentliche Efforts geleistet haben (z.B. Leitung und Umsetzung eines Projektes), z.B. Wahl zum "Ehrenamtlichen des Jahres" des Fussballverbandes.
     
  • Organisieren Sie vereinsinterne Anlässe (z.B. Weihnachtsfeiern, Ausflüge). Laden Sie dazu auch die Partner Ihrer Mitglieder ein.
     
  • Stellen Sie eine gründliche Einarbeitung bei der Übernahme eines Amtes sicher. Dies kann durch persönliche Anleitung des Vorgängers, durch eine frühzeitige Einbindung des Nachfolgers und durch schriftliche Unterlagen (Funktionsbeschrieb) geschehen. Vorteile: Die Angst vor der Aufgabe wird genommen. Dadurch steigen Motivation und Selbstbewusstsein des neuen Amtsinhabers sowie Arbeitsqualität und -quantität.
     
  • Ermöglichen Sie einfache, transparente, aufs Minimum reduzierte administrative Abläufe.
     
  • Stellen Sie eine möglichst gute Infrastruktur zur Verfügung (PC, Handy usw.).
     
  • Erstatten Sie Selbstkosten (z.B. Material).
     
  • Bieten Sie sportfachliche und pädagogische Fortbildungen an. Übernehmen Sie die Kosten.
     
  • Stellen Sie ehrenamtliche Betreuer bzw. Funktionäre an Elternabenden vor. Vorteile: Das Ehrenamt bekommt ein persönliches Gesicht und man weiss, wer sich um wen (z.B. Kinder) kümmert. Ebenfalls wird die Kommunikation der Eltern untereinander verbessert.
     
  • Verabschieden Sie den Terminplan für das kommende Jahr bereits im letzten Quartal des laufenden Jahres.
     
  • Verlagern Sie administrative Arbeiten in ein Sekretariat bzw. an eine Person (z.B. Hausfrau, welche einen Ausgleich in einer Arbeit sucht). Diese Funktion lassen Sie (wenn nötig) entschädigen, je nachdem sogar über eine Teilzeit- oder Vollzeitstelle » Organisation.
     
  • Sie hören als Präsident viele äussere Stimmen, aber Sie haben auch noch eine innere. Für Sie selbst ist letztere die wichtigste. Dies vor allem in Stresssituationen. Da ist noch der Beruf, die Familie. Sie haben Ihr Amt des Präsidenten freiwillig gewählt. Wird die Belastung zu gross, beginnt man ganz natürlich dort abzubauen, wo kein unbedingtes Muss dahintersteht. Der Beruf ist, nur schon als Einnahmequelle, gegeben; die Familie erfordert ihre Zeit. Menschen arbeiten dort gerne, wo sie einen gesunden Ausgleich zwischen Energie-Geben und Energie-Nehmen finden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass von all dem, was Sie investieren, nichts so zurückfliesst, dass diese Balance gegeben ist – hören Sie mit dem Job auf. Das hat nichts mit den Menschen zu tun, mit denen Sie zusammenarbeiten – nur mit Ihnen selbst.
     
  • Sie können nur bedingt steuern, wie viel Freude Ihre Mitarbeiter im Verein bzw. in ihrer Tätigkeit haben. Vergleiche zur Arbeitswelt, wo Leute Tag für Tag zusammen acht Stunden im selben Raum verbringen und eine ganz andere Kommunikation stattfindet, sind Theorie. Man trifft sich im Verein meist erst dann, wenn die Tagesenergien eigentlich bereits für die Arbeitswelt aufgebraucht sind. Machen Sie es sich zur Devise: Wenn Sie merken, dass eine Person für ihr Amt zu müde wird und Rücktrittsabsichten äussert – lassen Sie sie gehen. Motivation von aussen ist meist ein künstlicher Aufputscher, der nicht lange hält. Eine neue Person kommt mit frischer Energie, mit neuen Ideen, neuem Schwung.
     
  • Engagieren Sie Funktionäre, die sich vom Wesen her für das vorgesehene Amt eignen. Wer sich in seinem Bereich sicher ist, arbeitet effizient und mit Freude. Ein Handwerker will handwerklich, ein «Bürogummi» primär am PC arbeiten. Wenn jemand zu einer ihm widerstrebenden Tätigkeit «verknurrt» wird,  gehen Freude und damit Engagement über kurz oder lang verloren.