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Support Vereinsführung - Versicherungen

Versicherungen

Jeder Fussballclub hat sich im Rahmen seiner Aktivitäten und Verpflichtungen eingehend mit dem Thema Versicherungen auseinanderzusetzen. Der Vorstand ist dafür verantwortlich, dass der Verein über ausreichenden Versicherungsschutz verfügt bzw. dass die gesetzlichen Vorschriften (u.a. im Bereich Sozialversicherungen) eingehalten werden. 

Sozialversicherungen / Unfallversicherung

Für Vereinsmitglieder kann eine Zusatzversicherung zur persönlichen obligatorischen Unfallversicherung, u.a. für zusätzliche Heilungskosten, erweiterte Invaliditätsleistungen oder Brillenschäden, abgeschlossen werden. Die Prämien für Berufsunfälle müssen vom Arbeitgeber übernommen werden. Die Prämien für Nichtbetriebsunfälle müssen grundsätzlich die Arbeitnehmer tragen. Der Arbeitgeber schuldet den gesamten Prämienbetrag. Er kann den Anteil des Arbeitnehmers von dessen Lohn abziehen.

Achtung: Grundsätzlich ist immer eine Unfallversicherung gemäss UVG abzuschliessen, sobald AHV-pflichtige Löhne ausbezahlt werden. Angestellte, die bis zu durchschnittlich 8 Stunden pro Woche arbeiten, sind gegen Berufsunfälle zu versichern und Angestellte mit mehr als 8 Wochenstunden auch noch gegen Nichtberufsunfälle.

AHV/IV/EO/ALV, berufliche Vorsorge (BVG), Krankentaggeld

Wer teil- bzw. hauptamtliche Angestellte beschäftigt, muss grundsätzlich die obligatorischen Beiträge entrichten. Alle Erwerbstätigen sind ab dem 1. Januar nach Vollendung ihres 17. Altersjahr beitragspflichtig und sie endet mit Erreichung des ordentlichen Rentenalters (Männer: 65 Jahre, Frauen: 64 Jahre). Personen, die das ordentliche Rentenalter erreicht haben und weiterhin erwerbstätig sind, zahlen weiterhin AHV-Beiträge, allerdings gilt ein Freibetrag von Fr. 1'400.00 pro Monat.

Gemäss der bis 31.12.2007 geltenden Regelung konnte bei einem Nebenerwerb bis Fr. 2'000.00 im Kalenderjahr und bei Einholung einer schriftlichen Verzichtserklärung auf die Beitragsentrichtung verzichtet werden. Neu gilt ab 1.1.2008, dass die Beiträge vom Lohn nur auf Verlangen des Versicherten entrichtet werden müssen, sofern dieser pro Arbeitgeber, den Betrag von Fr. 2'200.00 im Kalenderjahr nicht übersteigt. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob es sich um einen Nebenerwerb handelt und es ist auch keine schriftliche Verzichtserklärung mehr notwendig. Diese Regelung gilt allerdings nicht für in Privathaushalten beschäftigte Personen, hier müssen die Beiträge in jedem Fall entrichtet werden. Bei einem umgerechneten AHV-Jahreslohn von über Fr. 19'890.00 (Stand: 1.1.2008) und einer Anstellungsdauer von voraussichtlich mehr als 3 Monaten muss zudem gemäss BVG ein Pensionskassenvertrag abgeschlossen werden. Beachten Sie auch, dass bezüglich der Krankentaggeld-Versicherung die Lohnfortzahlungspflicht bei allen Arbeitnehmern gemäss OR gleich geregelt ist (z.B. 3 Wochen im ersten Anstellungsjahr).

Achtung: Wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Abgaben nicht entrichtet werden, muss ein Verein die entsprechende Entschädigung als Spesenposten deklarieren bzw. begründen können, da sonst mit einer nachträglichen Erhebung der Beiträge zu rechnen ist.

Die Vereine sind verpflichtet, dem FVRZ bei einer allfälligen Entrichtung von Pauschalspesen die Trainer zu melden. Der FVRZ wird die Vereine jeweils alle zwei Jahre über das Meldeprozedere schriftlich informieren. Wir verweisen diesbezüglich auf das Spesenreglement für Trainer mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit » Muster/Weisungen.

Weitere Informationen zum Thema Sozialversicherungen finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) » www.bsv.admin.ch.

Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung deckt Schäden, welche der Verein bzw. seine Mitglieder im Rahmen der Vereinsaktivitäten Dritten gegenüber verursachen. Beispiel: Eine Fensterwand in einer öffentlichen Turnhalle wird durch ein Missgeschick anlässlich eines Vereinstrainings beschädigt. Die Vereinshaftpflichtversicherung erstreckt sich sowohl auf die statutarischen Aktivitäten des Fussballclubs wie auch auf die Organisation und Durchführung von Anlässen, die normalerweise periodisch stattfinden. Besitzt der Verein ein eigenes Klubhaus, ist er auch als Eigentümer haftpflichtig (Werkhaftpflicht) und muss entsprechend versichert sein.

Tipp: Schliessen Sie bei Grossanlässen, die den Rahmen der üblichen Vereinstätigkeiten übertreffen, eine spezielle Veranstaltungsversicherung ab.

Sachversicherung

Unter diesen Begriff fallen die Gebäudeversicherung (falls ein Fussballclub Eigentümer von Immobilien ist, z.B. ein eigenes Klubhaus besitzt) und die Mobiliarversicherung (für das Vereinsinventar, z.B. EDV-Anlage, Sportgeräte). Versicherbar sind Feuer-, Elementar-, Wasser- und Diebstahlschäden. Zusätzlich können auch Glasbruchschäden eingeschlossen werden.

Tipp: Vergessen Sie nicht, alle Materialien stets zum Neuwert zu versichern sowie die Versicherungssumme alle 3 bis 5 Jahre oder bei grösseren Neuanschaffungen zu überprüfen bzw. anzupassen, damit keine Unter-/Überdeckung entsteht.

Rechtsschutzversicherung

Diese Versicherung schützt den Verein vor Kosten, die durch Gerichtsverfahren entstehen können.

Fahrzeugversicherung

Übliche Versicherung für Fahrzeuge. Sie kommt zum Tragen, wenn der Verein z.B. einen eigenen Mannschaftsbus besitzt. Die Versicherung deckt Haftpflicht (obligatorisch), Kasko und Insassenunfall. Beachten Sie die Vorsorgemassnahmen für das Fahren eines Kleinbusses » Muster Kapitel Organisation.